Wasserversorgung

​Die Wasserversorgung in Leversbach

Bevor es in Leversbach eine richtige Wasserversorgung gegeben hat wurde das Wasser mit Eimern aus den Quellen geholt und ins Haus gebracht. Uns sind zwei Quellen bekannt:

  - Eine im Oberdorf auf dem Weg Richtung Rath, rechts von der Linkskurve.

  - Die Andere im Unterdorf.

Später wurden Handschwengelpumpen gebaut, sodass das Wasser an die Oberfläche gepumpt werden konnte.

 

Für Leversbach waren die Pläne, den Ort an die Wasserversorgung in Nideggen von Rath aus anzuschließen, vor dem ersten Weltkrieg an den untragbaren Kosten gescheitert.

Nah an der Quelle im Oberdorf steht das Haus Pötz (kurz vor der Linkskurve nach Rath auf der linken Seite). Von dort wurden ca. 1925 eine Wasserleitung zur Gaststätte Theodor Esser (heute: "Bei Änni") gelegt. Diese bestand aus Wasserüberläufen verbunden durch Tonrohre. Etwas später wurde die Wasserleitung bis zum Haus Herpertz verlängert (gegenüber der Kapelle).

1931 wurde ein Auffangbecken im Oberdorf errichtet und mit dem Haus Pötz verbunden, sodass dieses Haus das erste in Leversbach mit funktionierenden Wasserleitungen war.

Im Jahre 1933 war die Wassergewinnung der Concordia infolge eines schneearmen Winters gefährdet. Deshalb trat sie an die Gemeinde Boich heran, aus ihrer Quelle das überschüssige Wasser zur Verfügung zu stellen. Außerdem wurde neben dem bestehenden Hochbehälter mit 150 m³ Fassungsvermögen ein zweiter mit 300 m³ Inhalt angelegt. 1935 war jedoch der Grundwasserstand des Boicher Wasserwerks so abgesunken, dass nicht mehr viel Zusatzwasser an die Concordia geliefert werden konnte. Die Gemeinde Boich verlangte die jährliche Zahlung einer Garantiesumme von RM 1.000, während das Wasserwerk nur bereit war, die tatsächlich entnommene Wassermenge zu bezahlen. Im Jahre 1938 musste ein Antrag der Gemeinde Winden, sich nun an das Wasserwerk anzuschließen, abschlägig beschieden werden, weil die Quelle in Boich für eine Erweiterung nicht mehr ergiebig genug war.

Die Installationsfirma Lürgen aus Düren hat dann 1939 weitere Wasserleitungen verlegt. Zusätzlich wurde im Unterdorf eine Pumpstation gebaut, welche Wasser in das Auffangbecken im Oberdorf gepumpt hat.

Da während der Kämpfe im hiesigen Raum zwischen Ende 1944 und Februar 1945 allerorts auch die Wasserleitungen mehr oder weniger zerstört wurden, erfolgte die Versorgung mit genießbarem Wasser wieder aus Brunnen. Die Verantwortlichen bemühten sich, alle Wasserwerke möglichst schnell wieder instand zu setzen. Ende 1945 floss das erste Leitungswasser wieder aus Kränen. Ab Ende 1946 lieferte das RWE wieder Strom. Vor der Währungsreform war man bemüht, das Bestehende zu reparieren. Erst in den 50er-Jahren konnte die Wasserversorgung allmählich konsolidiert werden. Das Wasserwerk Concordia hatte jedoch bald Schwierigkeiten, die vier angeschlossenen Orte ausreichend zu beliefern, da der Brunnen in Boich nicht mehr genug Wasser hatte und das Wasser aus der 1920 angelegten Pumpstation Niederau nicht einwandfrei war. Zur Erschließung neuer Wasservorkommen waren beträchtliche Geldmittel erforderlich.

In Leversbach zeigte sich in den 60er Jahren, dass nicht mehr genügend Wasser vorhanden war; außerdem war es hygienisch nicht einwandfrei.

Seit Anfang 1969 lieferte die Stadt Nideggen Wasser an Leversbach. Die Pumpstation wurde stillgelegt. Am 01.01.1977 trat die Stadt Nideggen dem WLZV Gödersheim bei. Der WLZV Concordia übernahm das Wasserwerk Leversbach und weiterhin die Trinkwasserversorgung von Leversbach mit Wasser vom WLZV Gödersheim. Seit dem 01.01.2020 ist der WLZV Gödersheim rechtlich vollständig in den WZV Neffeltal (Vettweiß) eingegliedert.

Heute wird Lerversbach von der Wasserwerk Concordia Kreuzau GmbH mit Fremdwasser vom WLZV Gödersheim versorgt.

 

Bilder zum vergrößern anklicken.

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Informations-Quelle:
- Willi Floß & Katharina Herpertz (geb. Boltersdorf)

- Kreuzau Wohnen und Leben

- Wasserwerk Concordia Geschichte

- Wasserversorgungskonzept der Gemeinde Vettweiß

Bild-Quelle: Willi Floß 

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